Haselnuss mit typischen Nagespuren der Haselmaus. ©wildenachbarn.ch

Nussjagd im Kanton Thurgau

14.09.2022

Wenn Nagetiere Haselnüsse anknabbern, hinterlassen ihre Zähne typische Spuren. Um der Haselmaus auf die Spur zu kommen, sammeln Pro Natura Thurgau und die anderen Partner des Projektes Wilde Nachbarn Thurgau benagte Haselnüsse und bitten dabei die Bevölkerung um Mithilfe.

Haselnüsse kennt jedes Kind. Auch Nagetiere mögen sie. Anhand der Nagespuren an Haselnüssen lassen sich darum einzelne Nagerarten nachweisen. Das Projekt Wilde Nachbarn Thurgau möchte mehr über die Verbreitung der heimlich lebenden Haselmaus im Thurgau in Erfahrung bringen und bittet die Bevölkerung, Haselnüsse mit Nagespuren zu sammeln. Bis Ende Oktober können diese im Naturmuseum Thurgau, im Seemuseum Kreuzlingen, im Historischen Museum im Schloss Arbon oder direkt auf unserer Geschäftsstelle in Weinfelden abgegeben werden.

Lohnenswert bei Hecken und Waldrändern
Nagespuren von Haselmäusen sind gut zu erkennen: Im Unterschied zu anderen Arten knabbern sie ein kreisrundes Loch in die Nuss. Dabei entstehen am Lochrand parallellaufende Nagespuren. Besonders lohnenswert ist die Nusssuche entlang von Waldrändern und Hecken. Eine Bestimmungshilfe für die Nagespuren sowie weitere Angaben zum Projekt, zur Haselmaus und zu vielen anderen einheimischen Wildtierarten finden sich auf der Webplattform thurgau.wildenachbarn.ch.

Wilde Nachbarn Thurgau
Pro Natura, Birdlife und das Naturmuseum Thurgau, WWF Ost sowie die Thurgauische Naturforschende Gesellschaft und der Verein StadtNatur sind Partner von Wilde Nachbarn Thurgau. Das Projekt macht Wildtiere im Thurgau erlebbar und möchte mithelfen, Wissenslücken über ihre Verbreitung zu schliessen.

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